aus der Einen Welt

Brasilien hat Bolsonaro nicht verdient

17.01.2021

Es ist still geworden in Brasilien. Gespenstisch still. Das Massensterben in der Amazonasmetropole Manaus hat das Land vor Schmerz verstummen lassen. Und erneut die Frage aufgeworfen: Wer ist dafür verantwortlich?

Es ist eine Stille vor dem Sturm, der jederzeit losbrechen kann. Gegen Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, der jede Verantwortung für das katastrophale Krisenmanagement in der Corona-Pandemie von sich weist. Und gegen den brasilianischen Kongress, der bisher über keinen der mehr als 60 Anträge für ein Amtsenthebungsverfahren abstimmte...

(Deutsche Welle)

Arbeiterinnen in El Salvador im Hungerstreik für ihre Rechte

14.01.2021

Die Frauen, die seit Juli 2020 die Maquila Florenzi S.A de C.V. besetzt haben, befinden sich seit dem 8. Januar in einem unbefristeten Hungerstreik. Damit bekräftigen sie ihre Forderungen nach Auszahlung von ausstehenden Löhnen, Zahlungen an die Sozialversicherung und Entschädigungen für 113 Frauen...

(amerika21)


Burundi führt Liste der vergessenen Krisen an

13.01.2021

Das ostafrikanische Burundi, Guatemala und die Zentralafrikanische Republik führen die von der Hilfsorganisation Care erstellte Rangliste der zehn vergessenen Krisen für 2020 an. Auf den weitere Plätzen folgen mit Madagaskar, Malawi, Mali und Sambia vier weitere afrikanische Staaten. Hinzu kommen mit der Ukraine (Platz 4), Pakistan (Platz 7) und Papua-Neuguinea (Platz 9) drei Staaten aus Europa beziehungsweise Asien und Ozeanien...

(KNA)

200.000 Corona-Tote in Brasilien, Bolsonaro: "Das Leben geht weiter"

08.01.2021

Brasilien hat die Schwelle von 200.000 Coronatoten überschritten. Das ist die zweithöchste Zahl hinter den USA, dort sind es über 360.000.

Der Vila Formosa Friedhof in der brasilianischen Hauptstadt São Paulo platzt aus allen Nähten. Hunderte Gräber sind frisch und täglich kommen neue hinzu.

Aber Experten erwarten in Brasilien das Schlimmste erst noch, zu Beginn dieses Jahres...

(Euronews)


Brasilien: Corona-Tote und Regenwald-Abholzung - Rückhalt für Jair Bolsonaro schwindet

05.01.2021

Der Urwald schwindet, die Corona-Pandemie grassiert, die Wirtschaft leidet - immer weniger Menschen in Brasilien stehen hinter Präsident Jair Bolsonaro.

  • Seit zwei Jahren ist Jair Bolsonaro Staatschef von Brasilien.
  • Während seiner Amtszeit hat die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes stark zugenommen.
  • Die Kritik an Jair Bolsonaro nimmt weiter zu, auch wegen seines Umgangs mit der Corona-Krise...

(aus: Frankfurter Rundschau)



Brasilien: Bolsonaro streicht Corona-Hilfe und treibt Menschen in extreme Armut

01.01.2021

Forscher erwarten, dass sich die Zahl der extremen Armut in Brasilien im kommenden Jahr verdoppelt und auf die Rekorde der 1980er Jahre steigt. Im Januar 2021 werden zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen. Dies sind schätzungsweise 22 bis 30 Millionen Brasilianer:innen. Damit verdoppelt sich ihr Anteil gegenüber 2019...

(aus: amerika21)

Neue Welle der Gewalt im Nordosten Nigerias Angriffe auf Kirchen, Schulen und Geschäfte

27.12.2020

An den Weihnachtstagen sind im Nordosten Nigerias erneut mehrere Menschen von bewaffneten Angreifern getötet worden. Dahinter, so vermuten Beobachter, könnte die Terrormiliz Boko Haram stecken - wieder einmal.  Ausgerechnet an Heiligabend kamen die Bewaffneten auf Mopeds nach Pemi, einem Dorf im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias. Sie eröffneten das Feuer und brannten neben Geschäften und Autos auch eine Kirche der Church of the Brethren nieder.

(aus: Dom Radio)


Schicksalswahlen in Zentralafrika

26.12.2020

Weite Gebiete der Zentralafrikanischen Republik befinden sich acht Jahre nach Ausbruch des Bürgerkriegs unter der Kontrolle von Rebellen. Doch das ist nicht das einzige, was am Wahltag den Frieden bedroht.

(aus: weltkirche.de)

Reiche Länder kaufen alle Corona-Impfdosen auf

26.12.2020

In vielen Entwicklungsländern ist man erbost darüber, dass die reichen Länder mehr Corona-Impfdosen kaufen, als sie zur Immunisierung ihrer Bevölkerung brauchen. Mexiko bezeichnete dieses Vorgehen etwa als falsch, während andere Staaten noch gar keinen Zugang zu auch nur einer einzigen Impfdosis hätten. Weite Teile Afrikas, Lateinamerikas und Asiens reagierten mit "Wut und Resignation" auf den Start der Impfprogramme in den USA oder Großbritannien.

(aus: Kronen-Zeitung)

El Salvador: Von der Maquila zur besetzten Fabrik und Bildungsstätte von und für Frauen

20.12.2020

Nach der Entlassung ohne jede Entschädigung besetzten 113 Arbeiterinnen die Fabrik Industrias Florenzi in Soyapango, etwa sieben Kilometer nördlich der Hauptstadt San Salvador, in der 35 Jahre lang Hygieneartikel und Designerkleidung hergestellt worden waren. Sie fordern die Bezahlung ihrer Löhne, die die Eigentümer nach der Schließung der Maquila am 8. Juli nicht bezahlen wollten, und verwandelten die Textilfabrik schließlich in ein feministisches Lernzentrum für Frauen.

(aus: America 21)

Brasilien: Wähler sind wichtiger als Wald

14.12.2020

Die Vernichtung des Regenwaldes im Amazonas schreckt internationale Investoren ab. Ändern wird sich aber nur etwas, wenn Brüssel und Washington mit einer Stimme sprechen - und auch Peking Druck ausübt...Brasilien gehört weiterhin zu den Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens, in dem sich 195 Länder für mehr Klimaschutz verpflichtet haben. Und dies, obwohl Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro mehrfach damit gedroht hat, aus dem 2015 beschlossenen Abkommen auszusteigen.

(aus: Welternährung)