Faire Gemeinde

          2010  -  der Beginn

Der Eine-Welt-Laden St. Michael startete eine Initiative, die Pfarrgemeinde St. Michael zur "Pfairgemeinde" zu machen.  In den Bistümern Köln, Münster und Limburg waren schon viele Gemeinden als Pfairgemeinden  ausgezeichnet worden.  D.h.  diese Gemeinden  folgten dem Prinzip "nachhaltiger Konsum":  In den Gemeinderäumen wurden  Kaffee oder Tee aus Fairem Handel sowie regionale Produkte ausgeschenkt, bei Jubiläen und anderen Anlässen gab es fair gehandelte Geschenke.

Mit ausführlichen Informationen und Probeausschank von verschiedenen Fairtrade-Kaffeesorten wurden verschiedene Gruppen und Verbände in der Gemeinde aufgesucht.  Am Misereor-Sonntag kam Ulrich Klauke, Referatsleiter "Frieden, Mission und Entwicklung" im Erzbistum Paderborn zu Besuch und informierte über das Projekt "Faire Gemeinde", das inzwischen auch  in Paderborn auf den Weg gebracht worden war.

          2013   -   St. Michael wurde Faire Gemeinde

Der Pfarrgemeinderat hatte sich nach eingehender Diskussion mehrheitlich für das Projekt "Faire Gemeinde" entschieden.  So wurde der Antrag nach Paderborn auf den Weg gebracht.   2013 wurde St. Michael neben 11 anderen Gemeinden im Erzbistum "Faire Gemeinde".

Der Beschluss sah vor,  dass in allen Räumen der Gemeinde ausschließlich fair gehandelter Kaffee oder Tee verwendet wird. Das galt für das Pfarrheim wie auch für die Jugendräume und auch für das Pfarrhaus selbst, ebenso private Mieter der Gemeinderäume.

Auf der Titelseite des "Dom"
Auf der Titelseite des "Dom"

2014   -  Eine-Welt-Laden St. Michael erhielt Sonderpreis für langjähriges Engagement in Sachen "Fairer Handel"

Im Zusammenhang mit dem Engagement zur Errichtung der Fairen Gemeinde, erhielt der Eine-Welt-Laden  einen Sonderpreis bei einer Veranstaltung des Erzbistums Paderborn in Rüthen.  Dort waren auch die beiden Gründungsmitglieder vom Eine-Welt-Laden, Johannes Remmel, NRW-Umweltminister, und Ansgar Kaufmann vom Diözesankommittee anwesend.

         2022:     Re-Zertifizierung der "Fairen Gemeinde"

Das Diözesankommittee Paderborn sieht eine Re-Zertifizierung einer "Fairen Gemeinde" vor, d.h. nach 5 Jahren sollen die Gemeinden den "Ist-Zustand" überprüfen und sich erneut auf einen "Fair-Besserungsprozess" begeben.  Nun spielen neben den bisherigen Kriterien auch Klimaziele eine große Rolle in Fairen Gemeinden.

Inzwischen hat sich die Gemeindestruktur verändert:   Die Pfarrgemeinde St. Michael gibt es nicht mehr.  Sie ist Teil der Pfarrei St. Johannes der Täufer.    So liegt es nahe, die beiden anderen Teilgemeinden für eine gemeinsame (Re-)Zertifizierung zu gewinnen.

Ein Team des Eine-Welt-Ladens informierte in St. Marien und St. Bonifatius mit dem Ergebnis, dass St. Marien sich beteiligen möchte.  Inzwischen fanden erste gemeinsame Treffen der interessierten Gemeinden statt.


20.01.2023:      Faire Weinprobe

Eine erste gemeinsame Vernstaltung der beiden Gemeinden St. Michael und St. Marien auf dem Weg zur Fairen Gemeinde war die "Faire Weinprobe",  an der auch der Eine-Welt-Kreis Weidenau teilnahm.